9. November

Bilder vom 9. November: ein Schicksalstag Deutschlands,  Tag des Glücks für Deutschland 

und ein Tag des Erinnerns an die Opfer. Verantwortung  bleibt beides.

Helga Karl


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Pogromnacht und Fall der Mauer 9.Nov.

"..der größte Moment ...

in der jüngeren dt. Geschichte" - Berlins Reg. BM Klaus Wowereit

Das Brandenburger Tor Nachts, am Abend des 8. November 2014 bei den Proben für das große Fest.


Erinnern. Gedenken. Mitgehen. -  9. Nov.

"Der Opfer gedenken - das sind wir ihnen schuldig auf ewig!"

 

Berlins Regierender Bürgermeister

Klaus Wowereit in seine Rede am 8. November 2014, Erinnerung an die Pogrom-Nacht auch am 25. Jahrestag des Mauerfalls.


Gedenkweg am 9. November 2013 - Ev. und Kath. Kirche

Veranstalter im Rahmen des "Berliner Themenjahrs 2013" waren die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, das Erzbistum Berlin und der Ökumenische Rat Berlin-Brandenburg.

Auf den Fotos  Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, rechts von ihm der kath. Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki und links von ihm der Ev. Bischof Dr. Markus Dröge

Nach Sonnenuntergang kamen am Gelände der zerstörten Synagoge Johannisstraße die Rabbinerin Gesa Ederberg und Rabbiner Andreas Nachama zur gemeinsamen Andacht.

Fotos: Helga Karl; weitere Informationen unter http://www.gedenkweg2013.de/


Am Brandenburger Tor - die Nacht vor dem 9. November 2014


Walter Momper, Berlins Reg. Bürgermeister, als die Mauer fiel

Walter Momper, Berlins Reg. Bürgermeister, als die Mauer gefallen ist. Foto: Helga Karl am 8.11.2014
Walter Momper. Foto: Helga Karl, 8.11.2014

Helmut Kohl war Bundeskanzler, Walter Momper Regierender Bürgermeister in der geteilten Stadt, in West-Berlin an jenem 9. November vor 25 Jahren.

 

Walter Momper hat sehr früh und konsequent die Bürger in beiden Teilen der Stadt Berlin zusammengeführt.

 

Die Wirtschaft war in ganz Berlin akut in der Krise durch den Mauerfall, in Westberlin subventioniert, in Ostberlin waren die großen Kombinate mit ihren jeweils mehreren Tausend Beschäftigten nicht wettbewerbsfähig. Es war die Zeit des größten Arbeitsplatzabbaus in kürzester Zeit in der deutschen Geschichte. - Ich begutachtete selber damals die "Umstrukturierung der ostberliner Betriebe" für den Berliner Wirtschaftssenat. Dass meine damaligen Analysen und Einschätzungen in jener extrem dynamischen Zeit mit oft unvollständigen und ungesicherten Informationen im Vergleich mit vielen anderen recht zutreffend waren, hatte auch mit meinen unterschiedlichen Informationszugängen zu tun. Ich sass bei den Geschäftsführungen und den Betriebsräten, bei Entwicklern und in der Montage, beim internen Bankengespräch der Treuhand während der Präsentation der MBO-Konzepte sowie bei den "Betriebsräteanhörungen" von Walter Momper.

 

Walter Momper hat sich als Regierender Bürgermeister Berlins und SPD-Landesvorsitzender weder auf "Experten", noch auf seine Verwaltungen noch auf Treuhandvorlagen allein verlassen.

 

Er rief damals die "Betriebsräteanhörungen" ins Leben, auf SPD-Ebene, die er immer selber leitete. Betriebsräte der Ostberliner Betriebe berichteten regelmäßig, ebenso wie manchmal das oberste Management der Treuhand, etwa Herr Klinz, Leiter des Riesenbereiches ET Elektrotechnik. Es war eine sehr nützliche Initiative, ich kann es beurteilen. Ich war immer dabei. Schweigend aus Datenschutzgründen mit meinem sehr vielen Wissen und genau zuhörend.

 

Die anwesenden Betriebsräte hatten direkt beste Ansprechpartner. Denn stets waren die zuständigen Senatoren für Arbeit Christine Bergmann und für Wirtschaft Norbert Meisner der Regierung unter Momper anwesend. -

Ich selbst habe in jener historischen Zeit eingesetzt, was ich geben konnte:

 Zeit, Kraft, Fähigkeiten, Kontakte - großteils als unbezahlte Arbeit. Es war Lebens-Sinn.

 

Helga Karl


Reichstag, Parlamentsgebäude  - Lichterkette Mauerverlauf

Diese Fotos habe ich in der Nacht vom 8. Nov. auf den 9. November 2014 aufgenommen. Helga Karl


Texte und Fotos: Helga Karl                                                                                KNB                         KNBerlin


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