"Unschaetzbare Hilfe" für Juden durch Sowjetunion

Die Berliner Zeitung zitiert den israelischen Ministerpräsidenten Menachem Begin (1913-1992):

 

 „... erwies die Sowjetunion den Juden unerwartet eine unschätzbare Hilfe.

 Ich werde mich immer daran erinnern, und kein Jude hat das Recht, dies zu vergessen.“



Richard von Weizsäcker 8. Mai

der 8 Mai 1945   "er hat uns alle befreit. (....)

Aber wir dürfen nicht im Ende des Krieges die Ursache  für Flucht, Vertreibung und Unfreiheit sehen.

 

 

Sie liegt vielmehr in ihrem Anfang und im Beginn ihrer Gewaltherrschaft, die zum Kriege führte. Wir dürfen den 8. Mai 1945 nicht vom 30. Januar 1933 trennen."



Die Blumen - Fotos oben - als ehrendes Gedenken an die Soldaten der Armee der Sowjetunion sind vom "Zentralrat der Juden in Deutschland" und vom "Ministerpräsident Brandenburg".

Auch aus Frankreich (siehe unten).

Deutsche Politik dankt und verneigt sich vor den Befreiern

Ergänzung: Erstmals am 9.Mai 2015, dafür habe auch ich nachdrücklich gekämpft, ehrte die Führung der deutschen Politik, die obersten Verfassungsorgane Deutschlands zeitlich sehr spät, noch nicht zu spät, die Soldaten der Armee der Sowjetunion. - Kieznetzwerk Berlin mit Bildern der Kränze am Sowjetischen Ehrenmal Berlin / Treptow am 9.Mai 2015:

die Bundesregierung der Bundesrepublik Deutschland, Der Regierende Bürgermeister von Berlin, erneut Ministerpräsident des Landes Brandenburg, Die Präsidentin des Landtags Brandenburg, Oberbürgermeister von Potsdam... und erneut Französische Botschaft. Helga Karl / 9.Mai 2015



Ehrung der sowjetischen Soldaten

durch Zentralrat der Juden und Ministerpräsident Brandenburg

Die Kritik des sachkundigen Historikers Götz Aly - eine Kolumne in der BELINER ZEITUNG zum

70. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz durch die Armee der Sowjetunion - an deutscher Politik ist klar. Die Sowjetunion, deren Streitkräfte und niemand sonst, hat Auschwitz befreit. Unbestreitbar.

 

Aly in der Berliner Zeitung: "Die Bundeskanzlerin mimt die Unbeteiligte. Doch findet sie es offenbar richtig, wenn Bundespräsident Gauck am 27. Januar in Auschwitz den Guten gibt, von Werten und historischer Verantwortung tönt, während die Russen als die Bösen zu Hause bleiben müssen. Grotesk – nein: widerwärtig."

Nun,  Bundeskanzlerin Merkel liess durch ihren Sprecher mitteilen, das sei "durch die Meinungsfreiheit in Deutschland gedeckt", als Herr Jazenjuk von der ukrainischen Regierung in einem ARD-Interview die Befreiung vom deutschen Faschismus durch die Sowjetunion eine wörtlich "INVASION" nannte.

Ein Schlag ins Gesicht der Millionen Nazi-Opfer und der Wahrheit. Mit dem überfälligen historischen Wort in deutschem Namen von Bundespräsident Richard von Weizsäcker (CDU) von der BEFREIUNG Deutschlands am

8. Mai und der Welt  hat dieses bagatellisierende Handeln von Frau Merkel und das beredte Schweigen weiterer führender Politiker nichts zu tun.

So sachkundig sind alle in den Führungen aller Parteien und Bundesregierung, dass sie von aktiven Nazi-Kollaborationen und Verbrechen von West-Ukrainern wissen und dass es in der "Ukraine des Westens" keine Kritik der Regierung dieser eigenen schlimmen Vergangenheit gibt. Im Gegenteil !!!


Der Roten Armee gebührt Dankbarkeit für die Befreiung und Ehre

"Ehre gebührt der Roten Armee" - So titelt die Berliner Zeitung den Beitrag vom 26. Jan 2015 von Götz Aly, aus dem ich das folgende Zitat entnehme. Bitte klicken Sie auf den Link, um den vollständigen Beitrag zu lesen, sehr empfehlenswert! Über Bundeskanzlerin Angela Merkel

 

".. schweigt sie, wenn ein Staatsgast die deutschen Massenverbrechen an sowjetischen Juden, Kriegsgefangenen und Zivilisten leugnet und sämtliche Tatsachen verdreht" - so Götz Aly und weiter konkrete Fakten:

 

"Sowjetische Truppen befreiten die KZs Majdanek, Auschwitz, Stutthof, Groß-Rosen und die Anstalt Meseritz-Obrawalde. Hier waren 10.000 deutsche Geisteskranke ermordet worden; ein Krematorium wurde gerade gebaut, 5.000 Urnen standen bereit.

Unter großen Opfern erreichte die Rote Armee Berlin."

 

"...kein Jude hat das Recht, das zu vergessen" - Menachem Begin

 Götz Aly in der BERLINER ZEITUNG zitiert den früheren israelischen Ministerpräsidenten Menachem Begin

(lesen Sie bitte den gesamten Beitrag von Götz Aly):

In der Zeit nach der Maueröffnung, als es viele neuartige Diskussionsveranstaltungen Ost-West gab, lernte ich einen älteren (als ich) Journalisten der Deutschen Welle kennen. Jude. Ich fragte ihn, wie in der Zeit des Angriffs der Deutschen auf die Sowjetunion diese mit den Juden im eigenen Land umgegangen sind.


Er antwortete zögernd zuerst. Dann sagte er mir, er war sonst antikommunistisch: "Sie haben zuerst Juden ins Hinterland gebracht, zum Schutz. Aber das war bald nicht mehr möglich. Die gesamte Bevölkerung war ja in Gefahr durch die schnell vorrückenden Deutschen."  In Israel feiern die Juden den Sieg über den Faschismus, die Kapitulation Deutschlands am 9. Mai, das ist Moskauer Zeit für den 8.Mai in Deutschland, in der Holocaust-Gedenkstädte Yad Vashem.

 

„ Während dieser Katastrophe erwies die Sowjetunion den Juden unerwartet eine unschätzbare Hilfe.

Ich werde mich immer daran erinnern, und kein Jude hat das Recht, dies zu vergessen.“



Deutscher Massenmord an sowjetischen Kriegsgefangenen

Im Beitrag von Aly in der BERLINER ZEITUNG:

 

"Hitler hatte zu Beginn des Krieges gegen die Sowjetunion die Parole ausgegeben, Sowjetsoldaten „sind keine Kameraden“. Auf dieser Grundlage ermordeten Deutsche in den nächsten acht Monaten zwei Millionen gefangene Rotarmisten mit den Mitteln der Massenexekution und des gezielten, von der Wehrmachtführung angeordneten Hungers."


Der deutsche Massenmord an den sowjetischen Kriegsgefangenen ist durch Forschungen von Historikern unterschiedlicher Länder belegt.


"Das größte Verbrechen der Wehrmacht", so mehrere Historiker aus westlichen Ländern..

Und Götz Aly fährt fort:

"Trotz allem versagen die Spitzen der deutschen Politik den Soldaten der Roten Armee bis heute die Ehre, unter ihnen auch den jüdischen Gefallenen." Eine halbe Million Juden haben in der Roten Armee gekämpft, 200.000 sind dabei gestorben, schreibt der Historiker  Götz Aly in seinem Beitrag.

Zu den "Spitzen deutscher Politik" zählen Ministerpräsidenten. Ein gutes Handeln, davon weiß  Götz Aly vermutlich nichts: das Blumengebinde am 9. Mai "Ministerpräsident des Landes Brandenburg" am Sowjetischen Ehrenmal sowohl Treptower Park wie am Brandenburger Tor.


An beiden Orten habe ich fotografiert, war ich  in Dankbarkeit als Deutsche, in Bayern als Bauerntochter nach 1945 geboren.


Die BERLINER ZEITUNG wurde von mir über das ausführliche Zitieren aus dem veröffentlichten Beitrag von Götz Aly informiert.

Helga Karl


Text und Fotos: Helga Karl                                       am  27. Januar 2015             KNB KNBerlin      Kieznetzwerk Berlin

dem Tag des Gedenkens an die Befreiung von Auschwitz durch die Rote Armee der Sowjetunion

und dem offiziellen deutschen Gedenktag an die Opfer des (deutschen) Nationalsozialismus.

Ergänzung / Aktualisierung durch Helga Karl -  nach dem 9. Mai 2015


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