Von Helga Karl. Vor 2014 war Russland einer der vielversprechendsten Agrarmärkte Europas. Deutsche Handelsketten wie Rewe und Metro investierten massiv, auch Molkereien und Lebensmittel-Produzenten. Der deutsche Lebensmittel-Export nach Russland boomte. - Zur Grünen Woche 2026 ist der russische Lebensmittel-Einzelhandel vollständig in russischer Hand. Die Sanktionen der EU gegen Russland wurden zum Bumerang für die deutsche Ernährungswirtschaft und zum großen Nutzen für russische Souveränität.
Zur Grünen Woche findet jedes Jahr die fröhliche, bunte große Demonstration engagierter Menschen statt, mit Bauern mit Traktoren: "Wir haben es satt". Sie zeigen Haltung: Für eine zukunftsfähige Landwirtschaft weltweit, mit besserer Tierhaltung, gegen die Macht der Agrarkonzerne und der Einzelhandels-Oligopole, damit Bauern von ihrer Arbeit leben können. Land und Stadt, Bauern und städtische Verbraucher, Tierschützer und für die Umwelt Engagierte demonstrieren gemeinsam: Haltung zeigen!
Bauern in Deutschland machen mobil, ab Montag 8. Januar 2024 legen sie Autobahnen und Städte lahm - mit Übersichtskarte. Bauern protestieren gegen die für sie desaströse Landwirtschafts- und Wirtschaftspolitik der Bundesregierung. So viele dezentral durchgeführte Protestaktionen von Bauern gab es noch nie: bundesweit in vielen kleinen und großen Orten Kundgebungen, Traktorenkorsos, LKW-Korso, Strassenblockaden. Das Transportgewerbe, LKW-Fahrer, Jäger, Gewerbebetriebe haben sich angeschlossen.
Die Zwecklüge - "Hunger als Waffe" durch Russland -wird am lautesten zwecks Hetze u.a. von Baerbock verbreitet. Friedhelm Klinkhammer und Volker Bräutigam belegen prüfbar, das sind Falsch-Behauptungen, Baerbock-Zwecklügen. Hunger als Waffe gehört seit Jahrzehnten zur mörderischen Praxis des US-geführten Westens.
Hysterischer Russenhass zerfrisst das letzte bisschen Restverstand, so die erfahrenen Journalisten Klinkhammer und Bräutigum, führt zur Selbsttäuschung über die tödlichen EU-Sanktionen.
Sie kommen aus vielen Regionen Deutschlands: Bauern, Umweltschützer und Verbraucher demonstrieren parallel zur Grünen Woche gemeinsam für Agrarwende - für gesunde Lebensmittel, gegen Massentierhaltung und Umweltschäden durch Agrarindustrie, gegen die weltweite Verdrängung kleiner Bauern. 130 Traktoren und 18.000 Demonstranten waren es am 21.1. 2017
Der rote Berliner Bär serviert ... Biere. Dieses Design - Logo Berliner Pilsner - für die Berlin-Halle bei der Grünen Woche 2015 ist bewusst gewählt. Ein aktueller Trend in Berlin bei Lebensmitteln: Traditionelle Berliner Marken werden zu neuem Leben erweckt. Berlin entwickelt eine Bier-Identität, mit Manufakturen im Kiez. Und: Werbefachleute steigen als Akteure in die kreative Lebensmittelbranche in Berlin ein.
Trends in der Landwirtschaftsbranche sind bei der alljährlichen Internationalen Grünen Woche in Berlin erkennbar. Es ist die weltweit größte Branchenmesse. Trends in Berlin: Fleischerfachgeschäfte in Berlin bevorzugen Fleischmarken mit voller Transparenz über die Herkunft der Tiere, die Fütterung und Kontrolle von (gegen) Antibiotika sowie artgerechte Haltungsbedingungen für Tiere. Neue Manufakturen für Berliner Spezialitäten entstehen.